Tipps
und Tricks
Diese Seite soll zum Ausprobieren animieren, frei nach dem Motto: "Nutze
das was du hast und mache das Beste daraus!"
|
Wer die nachfolgenden Hinweise beim Fotografieren berücksichtigt,
erfreut sich später einer wesentlich höheren "Ausbeute",
als die kameraseitig angebotene Vollautomatik liefern kann und wird
sobald den Spaß an
der Sache nicht verlieren.
|

|
Das
Spiel mit Blende und Zeit
Ein Verkaufsargument bei Digitalkameras ist die möglichst große
Anzahl an Programmautomatiken, die dem Fotografen Sicherheit suggerieren
soll, unterschiedliche Situationen besser zu meistern. Letztendlich
sind diese Automatiken auf Erfahrungswerten aufgebaut, doch leider wird
ein Automatikfotograf diese Erfahrungen nie selbst machen, wenn er sich
stets auf die Kameraautomatik verlässt. Weiter...
|
Brennweite
Das Objektiv ist das Auge der Digitalkamera. Man unterscheidet bei
Objektiven zwischen Festbrennweiten und Zoomobjektiven. Aber was bedeutet
eigentlich der Begriff Brennweite? Weiter
...

|
Bildstörungen
- erkennen, beseitigen oder ganz vermeiden
Sie wissen ganz genau Bescheid was Bildrauschen
ist und erkennen auch chromatische
Aberrationen, Artefakte,
Moiré-Effekte
und tonnenförmige
Verzeichnungen? Dann sind Sie hier völlig falsch, denn auf
den nachfolgenden Seiten geht es nur darum, dem Laien diese Begriffe
näher zu bringen und Hilfen zur Beseitigung oder Vermeidung zu
geben.
Bildrauschen - Aberration
oder Blooming? - Artefakte
- Moiré
Verzeichnungen
- Vignettierung
|
Weiter
zurück geht nicht
Manchmal steht man halt mit dem Rücken zur Wand und bekommt das
Objekt trotzdem nicht aufs Bild. Abhilfe schafft ein Weitwinkel-Objektiv
oder -Konverter. Nachtteil: Es kommt zu Verzeichnungen,
die aber via Software korrigierbar sind. Ein Klick auf das Bild (links)
demonstriert die Veränderungen.
TIPP: Ein Weitwinkelvorsatz ist wichtiger als
ein Televorsatz. Aber Achtung! Richtige Qualität ist auch richtig
teuer, macht sich aber bezahlt, weil Verzeichnungen geringer und die
Randschärfe besser ausfallen als bei billigen "Einlinsern".
|
Ultra
Zoom
Einige Digitalkameras verfügen über einen mächtigen Zoombereich.
Brennweiten über 380mm
sind keine Seltenheit. Leider verzichten viele Hersteller auf einen
Bildstabilisator, was zur Folge hat, dass die Aufnahmen sehr schnell
verwackeln.
TIPP: Suchen Sie sich einen festen Auflagepunkt
oder benutzen Sie ein Stativ. Wenn es der Geldbeutel erlaubt, kaufen
Sie lieber gleich eine Kamera mit Bildstabilisierung.
|
Nachtaufnahmen
Achten Sie bei Langzeitbelichtungen
darauf, dass Sie "freie Bahn" haben. Vorausschauend denken!
Sprechen Sie Passanten an, die meisten achten gerne mit darauf, dass
niemand durch das Bild läuft. Benutzen Sie ein schweres Stativ
und lösen Sie die Kamera mit einem Fern- oder dem Selbstauslöser
aus.
TIPP: Verwenden Sie eine Kamera mit Rauschunterdrückung
und richten Sie das Stativ richtig aus, damit auch alles schön
in Waage bleibt. Wählen Sie ISO 100.
|
Schau
mir in die Augen Kleine!
Kennen Sie das auch? --- "Dreht euch mal um, ich will ein Foto
machen!" --- Dabei sind manche Menschen von hinten viel interessanter.
TIPP: Halten Sie einfach mal drauf, aussortieren
können Sie später immer noch.
|
Wanderschuhe
und Digicam
Nehmen Sie doch mal Ihre Kamera mit in die Natur. Der heimische Baumpilz
hält so lange still, bis Sie das perfekte Bild im Kasten haben.
TIPP: Alles mal ausprobieren! Makro, Weitwinkel,
Tele, mit und ohne Blitz.
|
Ohne
Blitz
Der interne Digicamblitz reicht selten weiter als 4 Meter, schaltet
sich aber ständig zu, wenn die Kamera meint, es wäre zu dunkel.
Schalten Sie den Blitz aus, legen Sie die Kamera irgendwo auf und fotografieren
Sie das Objekt noch einmal. Oft erzielen Sie so wesentlich bessere Bilder,
auf alle Fälle fangen Sie die Stimmung besser ein.
TIPP: Variieren Sie auch die Lichtempfindlichkeit
durch Veränderung der ISO Einstellung.
|
Makro
mit dem Supertele
Wenn Sie scheues Kleingetier fotografieren möchten, halten Sie
Abstand. Makros kann man auch mit Vollzoom aufnehmen. Wenn die Kamera
diese Einstellung nicht zulässt, verwenden Sie passende Nahlinsen.
TIPP: Besorgen Sie sich gleich ein ganzes Nahlinsen-Set
(+1 +2 +3 +4 Dioptrien)
|
Leitzahl
70
Sportaufnahmen in einer Halle schießen, kein Problem. Man nehme
einen starken Blitz, eine schnelle Verschlusszeit und einen möglichst
großen Blendenwert. Dann ist alles scharf und gut ausgeleuchtet.
Soweit die Theorie...
TIPP: Ein alter Metz 45 CT-1 ggf. über
einen Servoauslöser gezündet, ersetzt teure Systemblitze.
Ein TTL Messverfahren ist oft zu langsam, sodass es zumindest testweise
sinnvoll sein kann auf Sensormessung umzuschalten, sofern der Systemblitz
es überhaupt erlaubt. (Mehr
zum Thema Blitzen)
|
Supermakro
ab 2cm
Einige Kameras verfügen über Makroeinstellungen, die Bilder
aus 2cm Entfernung erlauben. Doch wo kommt das Licht her? Nicht jeder
kann sich einen teuren Ringblitz leisten.
TIPP: Nehmen Sie einen weißen Quarkbecher,
stülpen Sie ihn über das Objekt und beleuchten Sie den Becher
mit hellen Lichtquellen. Vorher noch ein Loch für das Objektiv
hineinschneiden, fertig ist die "Billigwhitebox".
|
Selten
zu sehen
Diese Brücke in der Edertalsperre ist nur bei extremen Niedrigwasser
zu sehen. Schade, wenn die teure Kamera Zuhause im Schrank liegt.
TIPP: Kaufen Sie sich eine kleine aber gute
"Immermitdabeikamera".
|
Effektfilter
Auto
Nutzen Sie bei Nachtaufnahmen doch das Autodach. Da es gewölbt
ist, ist es gut für viele Kamerapositionen. Fotografieren Sie quer
über das Auto, um interessante Spiegeleffekte zu erzielen.
TIPP: Vor dem Losfahren die Kamera vom Dach
nehmen.
|
Fliegen
mit Turbinenschaden
Schnelle Bewegungen sind nur mit schnellen Verschlusszeiten einzufangen!
Stimmt gar nicht! Die Rotordrehung bei einem Hubschrauber sollte man
schon erkennen. Gewollte Bewegungseffekte machen Bilder oft erst richtig
interessant.
TIPP: Variieren Sie die Verschlusszeiten und
lassen Sie die Blendenautomatik arbeiten.
|
Abends
sind die Schatten lang
Die besten Außenaufnahmen erzielt man, wenn die Sonne im Rücken
steht. Leider gibt es manchmal einen ungewollten Nebeneffekt; der Schatten
des Fotografen ist mit auf dem Bild. Achten Sie darauf, wählen
Sie einen geeigneten Winkel.
TIPP: Zur Orientierung mal über den Sucher
oder das Display hinwegschauen.
|
Nur
einmal blitzen
Viele Hersteller verwenden Messblitze zur Ermittlung der richtigen Belichtung
(TTL). Leider ein absoluter Schnappschusskiller. Verwenden Sie einen
externen Blitz, so können Sie (z.B. bei Olympus) die Belichtungsmessung
dem Blitz übergeben. (Fester Blendenwert mit Blitz-Sensorautomatik)
TIPP: Den Blitz möglichst über dem
Objektiv positionieren. Das reduziert die Schatten. (Mehr
zum Thema Blitzen)
|
Reflektoren
Im Straßenverkehr unverzichtbar, auf Fotos manchmal das Einzige
was zu sehen ist.
TIPP: Wenn möglich den Blitz ausschalten.
Wenn geblitzt werden muss, Reflektoren auf Jacken verdecken oder die
Belichtung manuell steuern. (Mehr
zum Thema Blitzen)
|
ISO
3200
Die meisten modernen Kameras können eine Art Restlichtverstärker
zuschalten. Generell ist das nicht sinnvoll, da die Bildqualität
nachlässt, je größer der ISO Wert gewählt wird.
In einem Museum mit Blitz- und Stativverbot, ist es aber die letzte
Rettung. Also: Blitz aus, ISO 800 oder mehr einstellen und einen kleinen
Blendenwert wählen.
TIPP: Ein Schulter- oder Bruststativ ist in
den meisten Museen erlaubt.
|
Licht
in die Sache bringen
Ein Opal erstrahlt, wenn er durchleuchtet wird. Nun hat aber nicht jeder
einen Lichttisch. Bei kleinen Objekten tut es auch eine große
Taschenlampe. Lampe einschalten und senkrecht aufstellen, den Opal oben
drauf und von oben fotografieren, fertig.
TIPP: Funktioniert auch mit Bernstein, Jade
und Diamanten.
|
Polfilter
Wer durch eine Glaskugel, eine Fensterscheibe oder eine Wasseroberfläche
fotografieren will, hat oft mit unzähligen Lichtreflexen zu kämpfen.
Ein Polarisierungsfilter schafft dort Abhilfe. Er "dreht"
die Spiegelung in die gewünschte Richtung.
TIPP: Polfilter heben bei Landschaftsaufnahmen
die Farben an. Alles wirkt viel kräftiger.
|
Den
externen Blitz optimal nutzen
Verfügt Ihre Kamera über einen externen Blitzanschluss? Nutzen
Sie ihn! Aber nicht nur Blitz aufstecken und los. Blitzen sie doch bei
Portraitaufnahmen an die (weiße) Decke. Bei Brillenträgern
vermeiden Sie so Reflexionen in den Brillengläsern, der "Rote-Augen-Effekt"
ist so gut wie ausgeschlossen.
TIPP: Ein Bouncer macht das Licht super weich,
Schlagschatten treten erst gar nicht auf. (Mehr
zum Thema Blitzen)
|
Schärfentiefe
- Tiefenschärfe
So oder so, gemeint ist immer dasselbe. Vordergrund, Hintergrund und
alles dazwischen soll schön scharf sein. - Natürlich nicht
immer, aber wenn's so sein soll gilt: Je größer der Blendenwert,
desto größer die Tiefenschärfe. Je länger die Brennweite,
desto genauer muss der Fokus ermittelt werden.
TIPP: Vorsicht mit großen Blendenwerten!
Oft reicht das Licht nicht aus und das Bild ist verwackelt.
|
Pflege
Kontrollieren Sie regelmäßig, gerade bei Sucherkameras, das
Objektiv. Verschmutzungen, Staub oder Haare können ungewollte Effekte
erzielen.
TIPP: Ein weicher Pinsel ist für die Objektivpflege
sehr gut, antistatisch mit integriertem Blasebalg ist er optimal.
|
Unter
Beschuss
Ein gestelltes Foto wirkt fast immer inszeniert, was ja nicht unbedingt
heißen muss, dass es schlecht ist.
TIPP: Sein sie nicht nur Fotograf, sondern
auch Regisseur.
|
Autofokus
Fokussiert eine Kamera automatisch, greift sie sich meist vom Bildmittelpunkt
das nächstliegende Objekt und stellt darauf scharf. Durch Baumäste
oder schmutzige Fensterscheiben zu fotografieren bereitet Probleme.
Bei höherwertigen Kameras können verschieden Messverfahren
gewählt werde.
TIPP: So nah an das Störobjekt herangehen,
dass es außerhalb des Fokusbereiches liegt oder manuell fokussieren.
|
Aufhellblitz
Bei Außenaufnahmen werden Motive im Vordergrund häufig nicht
ausreichend ausgeleuchtet, selbst wenn die Sonne günstig steht.
- Aber Achtung, der Aufhellblitz kann auch "Stimmungstöter"
sein.
TIPP: Machen Sie doch zwei Aufnahmen. Einmal
mit und einmal ohne Blitz. (Mehr
zum Thema Blitzen)
|
Das
ultimative all in one Bild
Schnappschuss mit Tiefenschärfe und Aufhellblitz. Die Kamera hat
alle Entscheidung selbst getroffen, vollautomatisch. Bei solchen Bildern
trennt sich die Spreu vom Weizen.
TIPP: Setzen Sie auf renommierte Kamerahersteller,
es lohnt sich.
|
Staubpartikel
Wo gearbeitet wird fallen auch Späne oder es fliegen Staubkörner
durch die Luft. Beim Blitzen entstehen dabei helle Punkte auf dem Bild,
die mitunter eine störende Größe erreichen.
TIPP: Indirektes Blitzen vermeidet diesen Effekt.
(Mehr zum Thema Blitzen)
|
Dampfbad
Genauso wie der Badezimmerspiegel beim Duschen beschlägt, beschlägt
auch das Kameraobjektiv, wenn es extremen Temperaturschwankungen aussetzt
wird. Kamera kalt, Raumtemperatur warm und schon ist es vorbei mit scharfen
Bildern.
TIPP: Im Winter rechtzeitig zu den Fototerminen
erscheinen.
|
Fließendes
Wasser
Um die Bewegung einzufangen, sollte die Momentaufnahme etwas länger
dauern.
TIPP: Eine Belichtungszeit unter 1/60 Sek.
wählen und dabei nicht blitzen. Ein Stativ kann nicht schaden.
Wenn vorhanden den Graufilter verwenden.
|
Spiegelblitz
Blitzgeräte mit einem Schwenkkopf ersetzen fast den Ringblitz.
Aber auch die eingebauten Blitze, die eigentlich nur nach vorn blitzen,
können manipuliert werden.
TIPP: Leiten Sie das Licht um. Ein Spiegel
macht es auf die harte Tour und ein Stück weißer Kunststoff
- z.B. von der Badeschaumflasche - streut das Blitzlicht wie ein Bouncer.
(Mehr zum Thema
Blitzen)
|
Im
freien Flug
Das Schnellste in der Fotografie ist der Blitz. 1/30.000 Sek. ist die
kürzeste Leuchtdauer. Da bleibt selbst eine Mücke in der Luft
"stehen".
TIPP: Funktioniert bestens in der Makrostellung.
(Mehr zum Thema
Blitzen)
|
Aus
neu mach alt
Ein schwarz/weiß Foto hat nach wie vor ein besonderes Flair. Gedruckt
oder von einem Labor zu Papier gebracht, ist es noch in 100 Jahren schön
anzusehen. Gute Kameras und Bearbeitungsprogramme haben Sonderfunktionen
wie z.B. Sepiatönung.
TIPP: Ein überbelichtetes, eigentlich
unbrauchbares, Farbfoto kann man gut über entsprechende Software
in ein schwarz/weiß Foto wandeln.
|
Bildaufteilung
Heute sitzt der Nachrichtensprecher nicht mehr in der Bildmitte, warum
wohl? Teilen Sie das Foto mit drei gedachten Linien in sechs Bereiche
auf und positionieren Sie das Hauptobjekt auf einem der entstandenen
Kreuze.
TIPP: Bei einigen Kameras kann man diese Hilfslinien
im Display einblenden.
|
Sonne,
Mond und Sterne
Strapazieren sie nicht den Autofokus Ihrer Kamera. Fokus auf unendlich
stellen und los.
TIPP: Sonnenuntergängen lieber etwas dunkler
halten, minus 2 - 3 Blendenwerte = satte Farben.
|
Effektstudio
Bilder, die als Grundlage für Montagen dienen sollen, vorausschauend
fotografieren. Bei dem Beispielfoto war keine Wolke am Himmel, die Augen
wurden mit 50% Transparenz eingefügt.
TIPP: Porträts vor einer einfarbigen Wand
aufnehmen. Auch der Nachthimmel eignet sich bei trockenem Wetter als
Hintergrund. Weil er nichts reflektiert, entstehen keine Schatten. (Mehr
zum Thema)
|
Panoramabilder
Viele Kameras haben eine Panoramafunktion, aber auch ohne diese Funktion
können einzeln aufgenommene Bilder mit entsprechender Software
zusammengesetzt werden.
TIPP: Bei den Einzelbildern immer die Blende,
Verschlusszeit und Brennweite beibehalten, dann ist die Nachbearbeitung
leichter.
|
Blumen
Blumen – ein Motivbereich, in dem Liebhaber sich ihr Leben lang ausleben
können. Blumen - sie haben ihre Charaktere, Farben und Formen. Blumen
- man findet sie in unterschiedlicher Umgebung; bei Sonne, Regen, Schnee,
am Meeresufer und im Fels – und alle diese Umstände wollen berücksichtigt
werden um eine Stimmung wiederzugeben. Mehr
Blumen...
TIPP: Machen wir es doch nicht so kompliziert,
- schauen Sie, entspannen Sie und machen Sie dann ein Foto für
die tristen Tage.
|